Heuschreckenexpress beim Ingolstädter Straßenpreis 2011
Es war ein traumhafter Sommertag in Wettstetten in der nähe von Ingolstadt und die bayersichen Amateure schickten sich an gleich zwei Preise auszutragen.
Denn in Wettstetten wurde auch parallel zum Ingolstädter Straßenpreis die oberbayerische Meisterschaft der Straßenfahrer ausgetragen, aber dazu später mehr.
Das Rennen ist seit Jahren ein fixer Punkt im Rennkalender vom Magnesium-Pur und der Rennverlauf war den Fahrern daher schon bekannt. Eine neue Komponente gaben dem Rennen die 4 österreichischen Kontinental Teams die mit Ihren bunt beklebten Fahrzeugen zum Rennen aufrückten.
Eines der Teams gab dem Rennen, das sonst sehr nervös verlaufen war, einen geradlinigeren Rhythmus. Das Trio aus Schwaz machte das Tempo an der Spitze des Feldes und ließ die in Runde 3 ausgerissene Spitzengruppe im Wind “verhungern”, wie man in Rennfahrerkreisen sagt. Sie hielten die vier Abenteurer auf 300m Abstand zum Feld in Sichweite und ließen sie im Glauben sie könnten davonfahren. Gemein, aber Regelkonform.
In den letzten 2 Runden, die Ausreißer waren gestellt, gingen dann ernstere Versuche aus dem Feld. Immer wieder bildeten sich kleine Grüppchen und die Heuschrecken waren dabei, jedoch ohne Erfolg. Es kam wie erwartet zum Massensprint.
Dafür hatten Focardi, Stockhausen und Lesche in vornherein ausgemacht dass Focardi und Stockhausen Lesche den Sprint anziehen. Gesagt getan. 5 km vor Schluss bildete sich der zwar kurze aber dafür schnelle Magnesium-Pur Zug an der Spitze des Feldes. Mit 55km/h gegen den Wind ging es gen letzter Kurve. 1000m: Focardi geht die Luft aus, wo ist Lesche? Stockhausen sieht sich kurz vor der Kurve um und kann Lesche nicht entdecken. Hatten Sie etwa umsonst den Sprint angezogen. Stockhausen nimmt raus, will nicht im Sprintgetümmel einen Sturz riskieren. Zielgerade: Ein schwarzgrünes Trikot blitzt durch den bunten Fahrerhaufen heraus. Es ist Philipp Lesche. Zielstrich. 4. Platz von Lesche. Wahnsinn!
Damit ist Lesche oberbayerischer Meister geworden und Magnesium-Pur um einen Titel reicher. “Ich wollte schon rausnehmen, aber nachdem ich Euch da Vorne gesehen habe, musste ich das Durchziehen.” sagt Lesche, ohne es fast selbst glauben zu können, einen so unwiderstehlichen Sprint auf den Asfalt gezaubert zu haben.
Nächste Woche sind die Heuschrecken in Durach am Start, dieses Mal ohne Philipp Lesche, aber Magnesium-Pur hat noch mehr Asse im Ärmel.
